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Paruresis - psychisch bedingte EntleerungsstörungWie bei
vielen Phobien können nur Betroffene die damit verbundenen Ängste,
Gedanken, Probleme und Sorgen nachvollziehen. Für Außenstehende
werden die nachfolgenden Informationen, Tipps und Links vielleicht etwas
befremdend wirken. Seien Sie glücklich, falls Sie nicht unter dieser
speziellen Phobie leiden. Sicherlich hatten Sie auch schon mal Hemmungen auf öffentlichen Toiletten Wasser zu lassen, salopp gesagt, Sie standen vorm Urinal und konnten nicht pinkeln, obwohl Ihre Blase schon richtig voll war und der Druck zum Urinieren immer weiter anstieg. Sie spürten eine unerklärliche Blockade, die mit rationalen Gedanken nicht zu sprengen war. "Das hat jeder einmal" werden viele nun sagen...leider erleben mache Betroffene diesen Zustand als eine ausgeprägte Phobie. Diese Form von Angststörung wird im deutschen als "schüchterne Blase" bezeichnet, der medizinische Fachbegriff dafür lautet Paruresis. Ca. 7% der Bevölkerung leidet an der Phobie Paruresis. Insbesondere wenn Betroffene unter Zeitdruck stehen, auf Reisen oder Veranstaltungen sind, oder einfach nur mit einer gut besuchten Toilette konfrontiert sind, treten ausgeprägte Angstzustände auf. Manchmal tritt diese Entleerungsstörung selbst bei der bloßen Anwesenheit anderer Personen im Klo auf. Je nach Grad der Erkrankung kann es dabei vorkommen, daß Betroffene nur alleine zu Hause urinieren können. Diese Erkrankung stellt für Betroffene einen massiven Einschnitt in die Lebensqualität da. Reisen, Ausflüge, Konzerte, Kneipen und Diskos werden vermieden. Oftmals führt diese Phobie sogar zum Arbeitsplatzwechsel. Leider ist
diese Phobie kaum erforscht. Leider nehmen sogar manche Hausärzte,
Urologen, Psychologen und Beratungsstellen diese Erkrankung nicht ernst.
Das Problem ist, warum auch immer, derzeit in unserer Kultur noch fast
vollkommen unbekannt.
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